Nachrüstpflicht für Aufzugsnotruf

Die Uhr tickt….

Aufzugnotruf

Mit der Novellierung der Betriebssicherheitsverordnung im Juni 2015 haben sich die Bestimmungen für den Aufzugsnotruf geändert. Neben einer Nachrüstpflicht für bestehende Aufzüge müssen auch ältere Notrufsysteme auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Dafür wurde eine gesetzliche Übergangsfrist für die Nachrüstung bis zum 30.12.2020 festgelegt.

Noch immer verfügen viele ältere Aufzüge nur über eine Hupe als akustische Notrufeinrichtung. Das war bislang zulässig, wenn der Notruf jederzeit von einer beauftragten Person gehört wurde. Diese ständige Präsenz eines Hausmeisters oder Pförtners ist allerdings für die meisten Betreiber kaum zu gewährleisten. Ein Test ergab, dass bei mehr als jedem zweiten älteren Aufzug niemand auf das Notfallsignal reagierte. Mit Inkrafttreten der novellierten Betriebssicherheitsverordnung ist damit Schluss. Der Gesetzgeber sieht ein Fernnotrufsystem für jeden Aufzug vor. Dabei gilt, dass ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem bei Betätigung der Notruftaste automatisch eine Sprechverbindung zu einer ständig besetzten Leitzentrale herstellt.

Aktueller Stand der Technik gefordert

Im Gegensatz zu früheren Ausgaben der Verordnung besteht jetzt auch eine Nachrüstpflicht für ältere Anlagen. Eine vorhandene Notruflösung muss zudem überprüft und auf den neuesten Stand gebracht werden. Das betrifft beispielsweise Tableaus in der Kabine, die noch nicht alle relevanten Notruffunktionen wie Notrufknopf, Piktogramme und Beleuchtung enthalten.

Der Gesetzgeber gewährt eine Übergangsfrist bis Ende 2020, eine Nachrüstung oder Modernisierung ist bis dahin zwingend notwendig. Denn Betreiber von überwachungsbedürftigen Anlagen zu wirtschaftlichen oder gewerblichen Zwecken sind neuerdings Arbeitgebern gleichgestellt. Damit erhöhen sich die haftungsrechtlichen Konsequenzen für viele, die Aufzüge in ihrem Verantwortungsbereich haben. Bleibt die Anlage tatsächlich einmal stecken und wird der Notruf nicht umgehend weitergeleitet, drohen dem Betreiber Schadensersatzforderungen oder sogar die Stilllegung der Anlage durch die Behörden. Und das auch schon heute.

Fernnotrufsystem nachrüsten

Mit einem Fernnotruf gehen Betreiber auf Nummer sicher. Ein Notruf-System stellt über eine Telefonleitung eine direkte Sprechverbindung zur 24 Stunden besetzten Notrufzentrale des Aufzugsunternehmens her. Die eingeschlossene Person wird von speziell ausgebildetem Personal betreut und ihre Befreiung unverzüglich eingeleitet.

Fernnotrufsysteme lassen sich problemlos nachrüsten. Dafür können Betreiber neben einem festen Telefonanschluss auch kostengünstigere Mobilfunkanschlüsse wählen. Dabei gilt es aber zu beachten, das viele Telekommunikationsanbieter ihre analogen Leitungen einstellen und gerade für Anwendungen wie Notruftelefone in Aufzügen eine alternative Lösung benötigt wird.
Damit stehen Mobilfunk-basierte Lösungen im Fokus.

Analog war gestern

LTE Gateway Anbindung
©netModule

Das modulare LTE Mobilfunk-Voice Gateway NB1601-LFx mit 4-Port Ethernet Switch, ist speziell darauf ausgelegt auch an schwer zugänglichen Orten einen zuverlässigen Internetzugang zu ermöglichen. Damit steht einer Voice-over-IP Verbindung aus dem Aufzug direkt in die Notrufzentrale, nichts mehr im Weg. Analog war gestern
Wichtig ist, dass der Notruf die technischen Anforderungen der Europanorm 81-28 erfüllt. So ist sichergestellt, dass keine Anrufe verloren gehen.

Die Uhr tickt – warten Sie nicht mehr allzulange, wenn es darum geht Ihre Aufzugsanlagen nachzurüsten. Wir beraten Sie gern – einfach mail an: vertrieb@m2mgermany.de