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Fernwärmenetze digital überwachen - mit WIKA IIoT-Sensoren

Druck und Temperatur kabellos per LoRaWAN überwachen, Leckagen früh erkennen, Betriebskosten senken

Viele Probleme im Fernwärmenetz bleiben lange unentdeckt, wie z. B. Druckverluste in Stahlmantelrohren, Leckagen im Wartungsschacht oder Störungen an der Übergabestation. Die Ursache: Viele Messstellen werden nicht kontinuierlich überwacht und müssen manuell kontrolliert werden. Zudem stellen Planung, Absicherung, Schachtzugang und Dokumentation einen hohen Aufwand dar, während der einzelne Messwert nur eine Momentaufnahme liefert.

WIKA IIoT-Sensoren übertragen Druck, Temperatur und Füllstand kabellos per LoRaWAN. So lassen sich kritische Zustände frühzeitig erkennen, Messwerte zentral auswerten und Wartungs- oder Serviceeinsätze gezielter planen.

Je nach Messstelle und Anwendungszweck kommen unterschiedliche Sensorlösungen zum Einsatz, von der Ringraumdrucküberwachung über die die Erkennung von Schachtfüllständen und Leckagen bis hin zur Netz- und Endpunktüberwachung.

Typische Anwendungen in Fernwärmenetzen

Ob unterirdische Rohrleitung, Wartungsschacht oder Übergabestation: Fernwärmenetze bestehen aus vielen dezentralen Messpunkten, die für einen zuverlässigen Betrieb relevant sind. Mit IoT-Sensoren lassen sich diese Messstellen digital anbinden und aus der Ferne überwachen. Zu den typischen Anwendungen zählen:

Ringraumdruck überwachen in Stahlmantelrohren

Bei Stahlmantelrohren ist der Ringraumdruck ein wichtiger Indikator für die Integrität und Isolationswirkung des Rohrsystems. Fehlt der Unterdruck zwischen Mediumrohr und Mantelrohr, kann Luft von außen eindringen. Dadurch verschlechtern sich die Isolationseigenschaften und Wärmeverluste steigen. Eine digitale Drucküberwachung hilft, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu reagieren.

Nutzen:

  • Frühzeitige Erkennung von Druckverlusten
  • Bessere Eingrenzung möglicher Schäden und damit weniger Energieverluste
  • Weniger manuelle Kontrollgänge

Empfohlene Sensoren

  • PGW23.100 – Rohrfedermanometer mit Funkübertragung
  • PEW-1000 – Drucksensor mit Funkübertragung

Fernwärmeschächte: Flüssigkeiten im Schacht erkennen und undichte Leitungen (Leckagen) identifizieren

Wasser in Fernwärmeschächten kann auf verschiedene Ursachen wie Regen, Grundwasser oder eine undichte Fernwärmeleitung zurückzuführen sein. Daher reicht eine reine Füllstandserkennung oft nicht aus. In Kombination mit einer Temperaturmessung lässt sich besser unterscheiden, ob kaltes Wasser eingedrungen ist, z. B. Regen, oder warmes Wasser aus dem Fernwärmenetz austritt. Denn Leckagen in Fernwärmeschächten verursachen Energieverluste, können Folgeschäden auslösen und erfordern meist schnelle Reaktionen.

Nutzen

  • Erkennung von Flüssigkeit im Schacht
  • Unterscheidung zwischen Regenwasser und Fernwärmewasser
  • Schnellere Bewertung kritischer Situationen
  • Frühzeitige Alarmierung, gezieltere Einsatzplanung
  • Reduzierung von Energieverlusten

Empfohlene Sensoren:

  • RLS-3000 – Schwimmerschalter mit Temperaturmessung
  • NETRIS1/NETRIS1-RTD – Funkeinheit zur LoRaWAN-Übertragung

Fehler schneller eingrenzen durch Netz- und Endpunktüberwachung

Nicht jede Störung im Fernwärmenetz wird über Verbrauchsdaten sichtbar. Wenn an einer Übergabestation kein Wärmeverbrauch stattfindet, kann ein Wärmemengenzähler allein möglicherweise nicht erkennen, dass ein Druckproblem, ein defektes Druckregelventil oder eine andere Störung vorliegt. Durch zusätzliche Druck- und Temperaturüberwachung lassen sich Auffälligkeiten im Netz oder am Endpunkt schneller erkennen und gezielter eingrenzen.

Nutzen:

  • Mehr Transparenz im Netz
  • Schnellere Fehlererkennung
  • Bessere Grundlage für zustandsbasierte Wartung

Empfohlene Sensoren:

  • TRW – Widerstandsthermometer mit Funkübertragung 
  • PGW23.100 – Rohrfedermanometer mit Funkübertragung
  • PEW-1200 – Drucksensor mit Funkübertragung

PGW23.100 – Rohrfedermanometer mit Funkübertragung

Das IIoT-fähige Manometer Typ PGW23.100 zeigt den Prozessdruck direkt an der Messstelle an und dient gleichzeitig zur zentralisierten, webbasierten Fernüberwachung. Die batteriebetriebene Datenübertragung erfolgt via LoRaWAN -Technologie über mehrere Kilometer. Das Manometer erfüllt sicherheitstechnische Anforderungen einschlägiger Normen und Vorschriften zur Vor-Ort-Anzeige des Betriebsdrucks von Druckbehältern sowie die Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie zur Datenkommunikation.

Anwendungen

  • Prozessindustrie mit erhöhten Sicherheitsanforderungen: Öl und Gas, Chemie und Petrochemie, Wasser und Abwasser, Energieerzeugung, Grundstoffindustrie
  • Fernüberwachung des Prozessdruckes für nicht kritische Anwendungen
  • Für gasförmige und flüssige aggressive Messstoffe, die nicht hochviskos oder kristallisierend sind

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PEW-1000 LoRaWAN – Drucksensor mit Funkübertragung

Der PEW-1000 ist ein drahtloser Drucksensor zur Überwachung von Flüssigkeiten und Gasen. Der Sensor eignet sich insbesondere für den Einsatz an mobilen Anlagenteilen sowie abgelegenen Messpunkten. Dank intelligenter Mess- und Sendesteuerung und austauschbarer Batterie kann der Sensor jahrelang ohne Wartung betrieben werden. Die Datenübertragung erfolgt mittels der Funktechnologie LoRaWAN.

Anwendungen

  • Fernüberwachung von Maschinen und Anlage
  • Energie- und Kraftwerkstechnik
  • Chemische Industrie
  • Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

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